Februar
26
2011

Neues Jahr – Neue Reise

Wie im letzten Jahr fahren wir wieder nach Volos. Wir starten am 16. April und befahren den Pagasäischen Golf und die Nördlichen Sporaden zwei Wochen kurz.

Hier der Link zum neuen Blog:

Oktober
21
2010

Tonnenschau, Crew und Schiff

Am Donnerstag, gegen 15 Uhr, konnte ich unsere Yacht übernehmen. Die Delphia 40 hat den schönen Namen “Beauty II”. Von AUßen eher unspektakulär und mit wenigen Trimmmöglichkeiten, ist sie innen groß und hell, mit hellem Holz und vielen Fenstern. Sie bietet große Stehhöhe.

Weitere Informationen findet man hier: http://www.charterzentrum.de/delphia_40_rostock/index.php?kst=247

Netterweise hatten die Leute vom Charterbüro schon die Heizung angeschaltet, die Übernahme verlief problemlos.

Gegen 17 Uhr kam der größere Teil der Crew, Hinrich, Dietmar und Christian. Nach dem Bezug der Kabinen und der Einweisung war es auch schon Zeit für den “Altdeutschen”, wo traditionellerweise die Einweisung in das Wochenende erfolgte. Später am Abend stieß Isabell noch zu uns und bekam zumindest noch ein Bier.

Oktober
20
2010

Nachtrag

Die “Isländer” ist ein schönes Schiff. Neben den vier Kabinen mit acht Kojen gibt es zwei Nasszellen. Das Bild über der Toilette ist mit viel Liebe zum Detail gemacht worden.

Toilettenbenutzung für Pimmelträger

Oktober
18
2010

Nautic Young Stars am Sonntag

Nach der rauschenden Nacht am Samstag wollten wir die Gelegenheit noch mal nutzen zu segeln, bevor die jungen Burschen wieder zu Studium und Lehre bzw. zur Arbeit mussten. Es war wunderbares, sonniges Wetter mit zwei bis drei Beaufort. Das Wasser war glatt, keine Welle vor Heiligenhafen, und so hatten wir Gelegenheit ein paar Kurse zu fahren und auch mal beizuliegen. Auch Jeannine hat mal gesteuert und eine schöne gerade Linie auf den Plotter gezaubert. Diese ruhige Gleiten hat was Magisches.

Gegen zwölf waren wir an der Tankstelle, wo wir 19 l Diesel bunkern konnten auf Grund geänderter Öffnungszeiten. Das würde ich mir auch für den kommenden Sonntag wünschen, wenn ich Druck habe, nach Hause zu kommen.

Florian, Jeannine, Karsten, Mülli und Tobias starteten gegen zwei und kamen gut zu Hause an, während ich mir mit der Übergabe noch Zeit lassen konnte. Habe ich aber nicht getan, aber ich konnte das entspannt angehen lassen.

So endete ein schönes, wenn auch nicht sehr erfolgreiches Wochenende.

Tagesweg              10,5 sm

unter Motor          3 sm

unter Segel            7,5 sm

Track Sonntagssegeln

Oktober
17
2010

„Die Nacht deines Lebens“

„Die Nacht deines Lebens“ – Naja, ganz so spannend fiel sie dann doch nicht aus, aber die Siegerehrung und anschließende Veranstaltung heiterte alle noch einmal auf. Am Samstag konnte leider kein Wettkampf wegen der Windverhältnisse stattfinden. Dies hielt uns jedoch nicht davon ab die ausgewählte Strecke alleine zu erkunden. Es war sehr kalt, windig und teilweise regnerisch, doch unser Wille war stärker. Natürlich auf Sicherheit bedacht trugen wir alle unsere Sicherheitswesten und befestigten die Lifebelts. Es war auf jeden Fall eine Abwechslung im Vergleich zum Vortag. Nach einigen Stunden entschieden wir wieder zurück zu fahren. Der Hunger ließ auch nicht lange auf sich warten und so machten wir uns auf, ein paar Fischbrötchen zu essen. Die anschließende Zeit wurde mit Kartenspielen ausgefüllt. So gegen acht Uhr gingen wir alle zusammen zum Pizza essen, die erste Hürde begegnete uns jedoch schon beim Einlass. Die vorher nie verlangten farbigen Bänder wurden heute kontrolliert. Nach einer Diskussion über Essensmarken und Altersnachweisen entschieden wir uns die restlichen Bändchen zu holen. Dank unserer Überredungskunst bekamen jedoch alle schon einmal silberne Bändchen für den Eintritt, welche der Altersangabe über 18 entsprach. Die Siegerehrung fiel mehr oder weniger spektakulär aus und auch der DJ hatte erst einmal zu kämpfen um die Stimmung auf den Höhepunkt zu bekommen. Wir hatten uns entschlossen einen ruhigen Tisch im hinteren Teil des Saals zu ergattern und unterhielten uns über Gott und die Welt. Im Verlauf des Abends schlenderten wir zurück zum Boot und unterhielten uns mit verschiedenen Kartenspielen. Alles in allem also ein recht gelungener und spannender Tag.

Written by Jeannine

Tagesstrecke:          27 sm

Unter Motor:             3 sm

Unter Segel:            24 sm

Track Zweiter Regattatag (ohne Regatta)

Bilder:

Oktober
16
2010

Erster Regattatag

Freitag war der erste Tag des Nautic Young Star Cups. Karsten und ich waren schon seit Mittwoch Abend auf unserer Yacht. Florian, der Skipper, und Jeannine waren in der Nacht angekommen und nach dem Frühstück im Gill Hus warteten wir auf Mülli und Tobias. Die Beiden kamen schließlich kurz nach neun. Wir wollten keine Zeit verlieren und liefen fast gleich aus. Wir hatten ein wenig Zeitnot, denn um zwölf Uhr war schon die vorverlegte Skipperbesprechung, weil die erste und zweite Wettfahrt entgegen dem Plan schon am Freitag stattfinden sollte. Der Hauptgrund war zu viel Wind am Samstag.

Wir hatten deshalb nur etwa zwei Stunden zum Trainieren. Es hat auch ein paar Wenden gedauert bis wir uns zurecht gefunden hatten. Pünktlich halb zwölf lagen wir wieder im Hafen und waren geschlossen um zwölf im Gill Hus. Klar, eine vordringliche Bitte der Regattaleitung war Unfallfreiheit. Immerhin waren über fünfzig Boote unterwegs in zwei Gruppen. In der ersten Gruppe waren die Yachten mit Yardstickzahlen bis 93,welche um vierzehn Uhr starteten.

Der Regattakurs sah so aus:

Wir waren mit unserer Bavaria 42 in der zweiten Gruppe. Die Yacht hatte sich irgendwie geändert. Unsere “Isländer” ist mit Radar, terrestrischem Fernsehen und sonst mit allem was man sich so wünschen kann, einschließlich Bugstrahlruder, ausgerüstet. Ein sehr komfortables Schiff.  Elf Jahre alt. Gut gepflegt.

Unser Start war 14.15 Uhr. 14.10 Uhr wurde auf dem Startschiff ein blauer Wimpel mit weißem Punkt gesetzt. 14.11 Uhr kam eine rechteckige Flagge, gelb mit schwarzem Punkt dazu und 14.14 Uhr wurden beide Flaggen weg genommen. 14.15 Uhr kam der Startschuss. Wir waren ganz schön weit entfernt von der Startlinie. Bei dem schwachen Wind, 2 bft, konnten wir auf der anfänglichen Kreuz mit unserer behäbigen Bavaria keinen Boden gut machen. Auf dem zweiten Kurs, raumschots ging es etwas besser und vor dem Wind ging es auf dem dritten Abschnitt ganz gut. Mit ausgebaumter Genua konnten wir auf die vor uns liegenden Yachten aufschließen. Es folgte ein Kreuzkurs und wir überholten zwei Yachten, da wir weniger Wenden fahren mussten. Auch auf dem letzten Amwindkurs konnten wir noch drei Yachten überholen, die sich irgendwie verkreuzt hatten. So gesehen waren wir gar nicht so schlecht. Jedenfalls fühlten wir uns besser, gestartet waren wir schließlich als Letzte.

Unsere gefahrene Strecke sah so aus:

52 Yachten namen an der Regatta teil, wobei fünf disqualifiziert wurden. Wir wurden nach berechneter Zeit Dreiundvierzigster. Nicht schön, aber wir hofften auf die am Samstag eventuell stattfindende Wettfahrt. Interessant übrigens, dass die kleinen GibSea 312, eine davon hatten Isabell, Karsten und ich von Greifswald hergebracht, alle drei unter den besten Zehn waren. Es war der Tag der leichten Yachten gewesen.

Zum Gyrosessen und zur Auswertung am Abend konnte man sehen wie viele Teilnehmer dabei waren. Der Saal war voll, ich schätze die Teilnehmer auf über dreihundert Personen. Es herrschte eine tolle Stimmung.

Tagesstrecke:     6 sm (Morgens) + 17 sm (Nachmittags)

Unter Motor:      5 sm

Unter Segel:      18 sm

Track: Erste Ausfahrt

.            Regatta

Oktober
14
2010

Von Kühlungsborn nach Heiligenhafen

Wenn man vom Frühstück in dem Backladen an der Marina ausgeht, begann der Tag eher schlecht. Ich empfand die 5,50€ als teuer und das Rührei als ungenießbar, aber der Hunger treibt’s ja rein.

Wind hatten wir wieder nicht. Also Kurs 302 Grad, Autopilot an, Marschfahrt 5,5 Knoten. Zwischendurch konnte wir die Segel mal mit ziehen lassen. Einmal mussten wir einem kleinen Dicken ausweichen. Um Vier machten wir nach erfolgreicher Überführung in Heiligenhafen fest. Die Übergabe machte keine Probleme und später siedelten wir noch auf die “Isländer” über, auf der wir den Nautic Young Star Cup segeln werden.

Tagesweg              35 sm

unter Motor        35 sm

unter Segel             0 sm

Track Kühlungsborn nach Heiligenhafen

Gesamtbilanz der Überführung         149 sm

unter Motor                                          114 sm

unter Segel                                            35 sm

Oktober
14
2010

Von Warnemünde nach Kühlungsborn

Am Dienstag musste Isabell der Arbeit wegen nach Hause fahren. Traurig. Vorher bummelten wir noch ein bißchen durch Warnemünde. Fähre fahren, Strand gehen, Kaffee trinken, Schuhe kaufen, Fähre fahren und dann musste Isabell los.

Karsten und ich brauchten nur noch kurze Zeit zur Vorbereitung und dann legeten wir ab. Umlaufende, schwache Winde versprachen keine guten Segelbedingungen, aber wenigstens war es sonnig. Nachdem wir über die Zufahrtsrinne in den Rostocker Hafen drüber waren, zogen wir die Segel hoch. Toll war’s nicht, aber als wir gerade die Nerven verlieren wollten, besann sich der Wind, drehte auf Nordwest und bließ ausreichend kräftig für drei bis fünf Knoten Fahrt.

In Kühlungsborn wird an Fingerstegen festgemacht. Hafenmeister und die ordentlichen, sauberen Sanitärnalgen befinden sich in einem weißen Haus am Ende der Marina, Richtung Osten.

Nachdem wir uns landfein gemacht hatten, gingen wir ins Dörfchen, einkaufen, Fischbrötchen essen, Guiness trinken und dann war der Tag auch schon zu Ende.

Ein schöner Tag!

Tagesweg              14 sm

unter Motor          4 sm

unter Segel           10 sm

Track Warnemünde nach Kühlungsborn

Oktober
13
2010

Tragisches Ende eines Hornhechts

Auf der langweiligen Fahrt entlang der Küste des Darß entdeckte ich beim Rundumblick einen schlanken Fisch an der Heckkante unseres Schiffchens. Der bammelte da Bauch-oben, aber ehe Isabell ihn fotografieren konnte, riss er sich los. Es sah jedoch so aus, als hätte er keinen Kopf mehr. Wie und warum er da gehangen hat, kann ich nicht erklären, aber folgende Geschichte fiel mir ein:

Als wir gestern Stralsund am frühen Morgen verließen, haben wir bei der Hafenausfahrt eine ausgelegte Angel mitgerissen. Die Pose.

Vielleicht hing sie noch an unserem Kiel, obwohl wir seit Stalsund doch schon etliche Meilen gefahren sind. Der Hornhecht, wenn es denn ein solcher war, schnappte heute nach dem Haken und blieb hängen. Durch die Fahrt wurde er in die Schraube gezogen und verlor da seinen Kopf.

Damit starb der Fisch, der nach seiner Natur handelte und durch Umstände, die er nicht zu verantworten hatte, einen tragischen Tod. Tragisch, jawohl.

Oktober
13
2010

Morgens um zehn in deutschen Hoheitsgewässern

Wir haben so gut wie keinen Wind und wenn, dann in unsere Richtung. Dadurch und durch die Sonne ist es im Cockpit geradezu warm, obwohl die Lufttemperatur um die zehn Grad ist. Eine schwache Dünung schaukelt uns ein wenig.

Hinter uns liegen Rügen und Hiddensee, an backbord ist der Darß am Horizont zu sehen. Steuerbord voraus ist ein Offshorewindpark, der nicht in der Karte verzeichnet ist. Wenige Boote sind zu sehen, nur zwei Frachter ziehen nördlich von uns ihre Bahn.

Es steuert der Autopilot während Isabel ruht und ich während der Wache ein Buch lese. So entspannt war ich noch nie auf See.