22. September 2022

Unsere ersten zwei Wochen des Sabaticals

Nun sind wir zwei Wochen unterwegs und haben uns auf dem Schiff wieder eingelebt.

Was haben wir in der Zeit eigentlich geschafft?

Die Liste der Sachen, die gebaut und angeschafft wurden ist nicht gar so lang:

  • Wir haben ein neues Großsegel. 
  • Wir haben einen Spinnakerbaum, Teleskopvariante.
  • Der große Stauraum in der vorderen Kabine ist mit Latten unterteilt, schafft mehr Ordnung.
  • Die Leesegel in der Kabine sind installiert und funktionsfähig.
  • Wir haben insgesamt 12 Pakete bekommen und haben allen Kram, der dabei war, eingeräumt bzw. in Verwendung.Die Ventilatöre haben sich dabei als besonders nützlich bei dem heißen Wetter erwiesen.
  • Einen Fäkalienschlauch habe ich ersetzt. Es war so ekelig, wie ich es mir vorgestellt habe, aber es hat sich gelohnt.

Dann haben wir fast jeden Tag auf-, ein- und umgeräumt. Wir sind inzwischen in allen Ritzen des Schiffs gewesen und haben sauber gemacht, umgeräumt und auch ausgeräumt und weggeschmissen.

Einkaufen war ein täglicher Gang. Viele Kilometer haben wir zurückgelegt, viele Kilogramm haben wir zum Schiff getragen. Wasser und geistige Getränke waren natürlich am schwersten.

Wie oft ich bei Sopromar, dem hiesigen Laden für Schiffsbedarf, war, kann ich gar nicht mehr sagen. Es war oft auch vergeblich. Nicht mal 10mm-Tauwerk war mehr vorrätig. Dadurch ergab sich auch, dass unsere Rettungsinsel nicht gewartet wurde und ich die Dirk noch nicht erneuert habe. Papierkarten von den Atlantischen Inseln haben wir auch noch nicht, weil alles erst bestellt werden muss.

Und die Liste ist längst nicht vollständig, die eine wie die andere. 

85 Seemeilen sind wir auch schon gefahren. Wir waren in der Lagune von Faro, in der Nähe von Culatra und haben vier schöne Tage vor Anker verbracht.

Morgen kommt wahrscheinlich ein Fachmann, um unser Rigg zu checken. Und wenn alles in Ordnung ist, fassen wir uns ein Herz und brechen auf nach Madeira.

So ist die Voraussage für den Wind am Samstag: 

Und so ähnlich soll es die ganzen fünf Tage sein, die die Überfahrt eventuell dauern wird. Also Wind von steuerbord achtern. Raumschots sagt der Seemann.

Wir sind vorbereitet! Das Schiff ist bereit, Isabell hat für fünf Tage gekocht, dann hat sie Zeit sich der Seekrankheit zu widmen und ich kann das alles essen.

Wir sind frohen Mutes.